Unterschriftenkampagne „Lernen für den Frieden!“

paralell mit den „Dezentralen Aktionstagen für militärfreie Bildung und Forschung“ vom 13.-15.06.13 ist die bundesweite Unterschriftensammlung Lernen für den Frieden gestartet – http://www.lernenfuerdenfrieden.de/
Diese Kampagne wird von diversen regionalen und auch bundesweiten Strukturen unterstützt – s. http://www.lernenfuerdenfrieden.de/PE_Start-Unterschriftenkampagne.pdf und http://www.lernenfuerdenfrieden.de/unterstuetzer.htm, die Unterschriftenlisten sollen demnächst z.B. auch der Mitgliederzeitung der Gewerkschaft GEW beigelegt werden.
Eine Idee ist, die gesammelten Unterschriften z.B. auf der Kultusminister-Konferenz im Dezember in Bonn zu überreichen.
Die Unterschriftenkampagne „Lernen für den Frieden“ bietet eine gute Möglichkeit, unsere Forderung nach militärfreier Bildung und Forschung weiter bekannt zu machen, mit den Menschen zu diskutieren, aufzuklären. So hat es z.B. auch während der Dezentralen Aktionstage in mehreren Städten Infostände in den Fußgängerzonen mehrerer Städte gegeben.
(Aktuell werden Unterschriften nur ganz altmodisch analog gesammelt – also nicht online – da gerade das Gespräch und die Diskussion gewünscht sind und nicht die rein quantitative Sammlung).
Die Unterschriften-Kampagne ist auch ein weiterer praktischer Schritt der Diskussion und Zusammenarbeit unserer beiden „Bewegungen“ – der gegen die Militarisierung der Schulen und der für die Einführung von Zivilklauseln an den Hochschulen.
Die Kampagne und Unterschriften-Sammlung bietet für alle, die sich für unsere Forderung einsetzen zudem eine gute Möglichkeit, aktiv zu werden unabhängig von konkreten Terminen der Bundeswehr vor Ort. Die Listen können auf Veranstaltungen etc. ausgelegt werden.
Sie sollten schlicht überall da sein, wo wir auch sind  – in den Schulen, in den Lehrerzimmern, auf dem Campus ……
Es soll zur Kampagne Lernen für den Frieden auch einen Newsletter geben, Ihr könnt Euch eintragen unter lernenfuerdenfrieden@yahoo.de

Unsere Bitte – gerade auch an die regionalen Netzwerke gegen die Bundeswehr in den Schulen – :
– verlinkt die Seite www.lernenfuerdenfrieden.de auch Euren Homepages
– meldet Euch zurück an lernenfuerdenfrieden@yahoo.de , daß Ihr als Unterstützer auf der Homepage der Kampagne gelistet werden möchtet.
– macht die Kampagne bekannt und sammelt Unterschriften (Unterschriftenlisten können auf der Seite www.lernenfuerdenfrieden.de  als pdf untergeladen werden)

Einladung zur Vorbereitung einer Aktionswoche 2013/2014

am 24.03.2013 von 12-17 Uhr im Cafe Buch Oase (Germaniastr. 14, Kassel, http://www.cafebuchoase.de/) findet das Vorbereitungstreffen für eine bundesweite Aktionswoche „Gegen die Militarisierung der Bildung“ statt. Es sind alle Einzelpersonen, Gruppen und Verbände herzlich eingeladen an dem Treffen teilzunehmen, die daran interessiert sind sich an der Terminfindung, der Ausarbeitung des Konzepts der Aktionswoche und der Organisation/Durchführung der Aktionswoche zu beteiligen oder einfach erstmal gucken und zuhören wollen.

Grobes Ziel dieser zweiten Aktionswoche(im September 2012 hat die erste statt gefunden) ist es praktisch etwas gegen Auftritte von militärischen Einrichtungen an Bildungsorten zu unternehmen, mit Informationsveranstaltungen auf die zunehmende Militarisierung der Bildung(und Gesellschaft) aufmerksam zu machen und ein deutliches Signal in der Öffentlichkeit zu hinterlassen.

  Am 27.01 gab es ein erstes bundesweites Vernetzungstreffen zur Vorbereitung eines bundesweiten Aktionswoche gegen Militär in der Bildung.

 Zur Einstimmung auf die Aktionswoche soll es am 14. Juni 2013 einen dezentralen Aktionstag gegen die Militarisierung der Bildung geben. Dessen Ziel ist das gleiche wie das der Aktionswoche. Alle Einzelpersonen, Gruppen und Verbände sind dazu eingeladen mit Aktionen und Veranstaltungen sich dem Aktionstag anzuschließen!

Beim Treffen am 24. März in Kassel wird auch kurz Zeit sein, um sich über den dezentralen Aktionstag zu verständigen.

  Damit die bundesweite Aktionswoche ein Erfolg wird, ist es notwendig, dass viele Personen aus verschiedenen Spektren aus dem ganzen Bundesgebiet zum Vorbereitungstreffen kommen!

Wir freuen uns euch in Kassel zu sehen!

dezentraler Aktionstag 14. Juni 2013

Am 14 Juni findet ein dezentraler Aktionstag für militärfreie Bildung und Forschung statt.

Zur Einstimmung auf die Aktionswoche soll es am 14. Juni 2013 einen dezentralen Aktionstag gegen die Militarisierung der Bildung geben. Dessen Ziel ist das gleiche wie das der Aktionswoche. Alle Einzelpersonen, Gruppen und Verbände sind dazu eingeladen mit Aktionen und Veranstaltungen sich dem Aktionstag anzuschließen!

Nähere Informationen gibt es in kürze hier. Wer per Mail informiert werden möchte schicke eine Nachricht an: ak-friedensbildung@usta-ph.de

Aktionswoche 2013

Aufgrund viel positiver Rückmeldung und dem von vielen Seiten geäußerten Wunsch nach einer weiteren bundesweiten Aktionswoche im Jahr 2013 soll auch im kommenden Jahr wieder eine Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung stattfinden. Ein möglicher Zeitraum ist im Juni zwischen Pflingst- und Sommerferien und während des Semesters angedacht. Bis Ende Januar soll der Termin stehen. Wenn ihr euch an der Orga- und Koordination beteiligen wollt seit ihr dazu herzlich eingeladen. Es geht hauptsächlich um solche Dinge wie Flyer, Öffentlichkeits- und Pressearbeit, den Aufruf schreiben und verbreiten oder die Betreuung der Homepage. Meldet euch dazu oder mit euren Ideen, Anregungen oder mit Kritik einfach bei ak-friedensbildung@usta-ph.de

Aktionswoche Rückblick

Antimilitarismus in Aktion

Im September 2012 fand in Deutschland eine antimilitaristische Aktionswoche statt – eine Auswertung

Die Idee für die Aktionswoche entstand in einer Kleingruppe auf der „Paxx-Aktionskonferenz“ – einem offenen Treffen von Antimilitaristinnen und Antimilitaristen – im März 2012 in Mannheim und war ursprünglich auf den Bereich „Bundeswehr an Schulen“ bezogen. Aufgrund hohen Interesses wurde das Thema jedoch kurz darauf auf Wunsch von Initiativen der Zivilklausel-Bewegung um den Bereich „Militär und Rüstungsforschung an Hochschulen“ ergänzt. Alle Vorschläge wurden aufgegriffen und vom 24. bis 29. September 2012 die Aktionswoche „Für militärfreie Bildung und Forschung“ organisiert. Die Koordination der Aktionswoche, also Organisation und Versendung eines bundesweiten Flugblatts und Betreuung der Aktions-Homepage konzentrierte sich im Bundesland Baden-Württemberg und wurde von der Kampagne „Schulfrei für die Bundeswehr Baden-Württemberg“ übernommen.

Schon kurz nach Start der Mobilisierung meldeten sich zahlreiche Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet, um die dezentrale Aktionswoche zu unterstützen. Getragen wurde die Woche von über einhundert Gruppen und Organisationen, darunter neben Friedensgruppen, Studierenden-Vertretungen und Partei-Jugenden auch die größte deutsche Bildungsgewerkschaft „GEW“ und die Kinderrechtsorganisation „terre des hommes“.

Aktionen

Für die Aktionen vor Ort waren die einzelnen Gruppen verantwortlich – sie wurden lediglich durch Materialien und Aktionsideen auf der zentralen Vernetzungs-Website zur Aktionswoche (www.antimilaktionswoche.wordpress.com) unterstützt. So fanden neben zahlreichen Informations-Vorträgen und Podiumsdiskussionen in vielen Städten auch unterschiedlichste kreative Aktionen statt. Einige davon sollen hier kurz vorgestellt werden:

In Sinsheim besuchten Aktivisten den Stand der Bundeswehr auf einer Jobmesse. Dort machten sie mit Flugblättern, einem Transparent und einem „Die-In“, bei dem sich einige Aktivisten bedeckt von einem mit Kunstblut verschmiertem Laken „tot“ gestellt haben, auf die Gefahren des Soldaten-Berufs aufmerksam.

In Heilbronn informierten Antimilitaristen mit einem Informationsstand und Stellwänden in der Innenstadt über die Werbe-Offensive der deutschen Armee. Zudem wurden zuvor mit Kreide auf den Boden geschriebene „Bundeswehr“-Schriftzüge symbolisch wieder weggeputzt.

In Köln wurden vor einer Schule Flugblätter mit dem fiktiven Arzneimittel „Antimilitarin“ – Schokoladen-Kugeln – an die Schüler verteilt um sie vor Militärpropaganda immun zu machen. Zudem gab es in der Stadt eine antimilitaristische Fahrrad-Tour.

In Stuttgart wurde das Gebäude des Schulministeriums mit Plakaten mit der Aufschrift „Bundeswehr raus aus Bildungseinrichtungen“ beklebt. Die Aktion richtete sich vor allem gegen einen in dem Bundesland – wie auch in sieben weiteren Bundesländern – bestehenden Kooperationsvertrag zwischen Armee und Schulministerium, mit dem sich die Bundeswehr den Zugang an die Schulen sichert.

In Kaiserslautern verteilten Antimilitaristen auf einer Werbeveranstaltung von Bundeswehr-Reservisten Flugblätter.

In Berlin wurden während der Aktionswoche vor 19 Schulen knapp 4.000 Flugblätter an Schülerinnen und Schüler verteilt. Zudem gab es eine kleine Kundgebung.

In Hamburg floss schon zwei Tage vor Beginn der Aktionswoche Kunstblut eine Treppe vor einer Jobmesse, auf der die Bundeswehr für sich warb, hinab. Zudem breiteten Friedensaktivisten ihre Forderung auf militärfreie Jobmessen auf einem Transparent aus.

In Bochum nahmen Aktivisten bereits zwei Wochen vor der eigentlichen Aktionswoche einen Armee-Messestand auf einer Berufsbildungsmesse zum Anlass für umfangreiche Proteste. Mit einem Informationsstand vor der Messe, Transparenten und einem Sarg wurden die jungen Messebesucher auf die negativen Seiten des Soldaten-Berufs aufmerksam gemacht.

Zufälligerweise fiel auch ein medialer Skandal um Armee-Werbung in die Zeit der Aktionswoche: die Bundeswehr veranstaltet seit Jahren Feriencamps für Jugendliche und kooperiert dabei mit dem größten deutschen Jugendmagazin, der BRAVO, die ihre Leserschaft ab einem Alter von 10Jahren angibt. Die propagandistische Bundeswehr-Werbung für die Camps auf den Internetseiten der BRAVO führte zu einer Online-Protestaktion von „terre des hommes“, welche großen medialen Anklang fand – bis hin zu den Abendnachrichten im Fernsehen. Zudem richteten einige Antimilitaristen reaktionsschnell eine Facebook-Gruppe ein, auf der man weitere Informationen über die BRAVO-Bundeswehr-Kooperation bekam, diskutieren und Protest-E-Mails an das Verteidigungsministerium und die BRAVO verschickten konnte.

Fazit

Aus Sicht einer der Initiatorinnen und Initiatoren hat die Aktionswoche, welche zunächst als Experiment für die bundesweite Vernetzung und Zusammenarbeit gesehen wurde, alle Erwartungen erfüllt. Sowohl die lange Liste an Unterstützerinnen und Unterstützer als auch die Menge, Vielfältigkeit und Kreativität der stattgefundenen Aktionen zeugen von Erfolg – auch wenn es noch mehr Aktionen hätten sein können. Dennoch hat die Woche der Bewegung neuen Schwung verliehen und gerade kleinere Friedensgruppen dazu ermutigt aktiv zu werden. Zwar ließ die bundesweite Pressearbeit durchaus zu wünschen übrig, dennoch gab es von Seiten der Medien einige Resonanz zu der Aktionswoche – gerade auch in Bezug um den Skandal um die BRAVO. Von Seiten der Beteiligten besteht der Wunsch eine derartige Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung zu wiederholen oder sogar regelmäßig durchzuführen um den Druck auf die Politik zu erhöhen und das Thema weiter in der Öffentlichkeit zu Problematisieren und zu diskutieren. Dazu sollte es allerdings eine noch längere Vorlaufzeit und eine noch bessere Unterstützung der Gruppen vor Ort – etwa durch Materialien und einen Referentinnen- und Referenten-Pool – geben. Bei einer nächsten Aktionswoche müsste der Termin zudem so gelegt werden, dass er sowohl für die Schulen als auch für Hochschulen günstig, also weder in Schul- noch in Semesterferien, liegt. Außerdem wäre ein Koordinationskreis mit Menschen aus verschiedenen Ecken des Bundesgebiets sinnvoll. Die bundesweite antimilitaristische Aktionswoche vom 24. bis 29. September 2012 war ein Erfolg, kann aber nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zu militärfreier Bildung und Forschung gewesen sein – weitere müssen unbedingt Folgen!

Lena Sachs und Michael Schulze von Glaßer

 

hier gibt es eine schöne Sammlung mit Fotos und Berichten der Aktionen